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Klinische Hypnose und Hypnotherapie

Findet Hypnose therapeutisch Anwendung, spricht man von Hypnotherapie (auch Hypnosetherapie). Sie kann als alleinige Behandlungsmethode oder in Kombination mit anderen Behandlungsmethoden genützt werden. So kann sie beispielsweise integrativer Bestandteil einer Verhaltenstherapie oder einer psychodynamischen Therapie sein. In jedem Falle ist Hypnotherapie eine wirksame und vom Wissenschaftlichen Beirat für Psychotherapie beim Bundesgesundheitsministerium von Deutschland wissenschaftlich anerkannte Methode der Psychotherapie.

In ungezählten internationalen und deutschsprachigen Untersuchungen zeigt sich immer wieder, daß die Hypnotherapie wirksam hilft bei der Lösung von Problemen oder bei der Heilung oder Linderung von Störungen und (akuten oder chronischen, psychosomatischen und körperlichen) Erkrankungen.

In einer Expertise zur Beurteilung der wissenschaftlichen Evidenz der Hypnotherapie (§ 11 Psychotherapiegesetz) werden folgende Anwendungsbereiche beschrieben:
  • Affektive Störungen (z.B. Depressionen)
  • Angststörungen
  • Belastungsstörungen
  • Dissoziative, Konversions- und somatoforme Störungen (z.B. Schwindel, unerklärliche Schmerzerkrankungen)
  • Eßstörungen
  • Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen (z.B. Schlafstörungen)
  • Psychische und soziale Faktoren bei körperlichen Krankheiten (z.B. bei rheumatischen Erkrankungen, Allergien, akute Schmerzen)
  • Geburtsvorbereitung
  • Abhängigkeiten und Substanzmissbrauch
  • Adipositas
  • Störungen und Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter (z.B. Schulangst, Einnässen)

Die in der Hypnose angewandten Arbeitsprinzipien beziehen sich auf
  • die Aktualisierung (chronischer oder bisher nicht beachteter) Probleme
  • die Analyse der störungsbezogenen Motivation und des Krankheitsverhaltens
  • die Aktivierung individueller Ressourcen und Potentiale
  • die aktive Hilfe bei der Problembewältigung